Pressemitteilung GRÜNE-Kreistagsfraktion vom 31.08.2019

Aufsuchende Jugendsozialarbeit auch im Westen einrichten!

GRÜNE im Kreistag wollen dieses wichtige Angebot für junge Menschen voranbringen

„Der Westteil des Kreises mit den Verbandsgemeinden Bad Sobernheim, Kirn Land, Meisenheim und der Stadt Kirn ist noch immer nicht mit aufsuchender Jugendsozialarbeit versorgt“, bedauern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag. Sie beziehen sich auf die Antwort von Landrätin Bettina Dickes auf ihre Anfrage, die jetzt vorliegt. Daraus geht hervor, dass schon seit über drei Jahren daran gearbeitet worden sei, aufsuchende Jugendsozialarbeit in diesem Gebiet einzurichten. „DIE GRÜNEN wollen sich dafür einsetzen, dass diese wichtige Hilfe den jungen Menschen bald überall im Landkreis zur Verfügung steht“, betont Michaela Bögner. Sie ist in der bündnisgrünen Kreistagsfraktion für das Thema Jugend zuständig.

Aufsuchende Jugendsozialarbeit geht mit ihrem Angebot zu den sozial benachteiligten oder individuell beeinträchtigen jungen Menschen, die nicht zu den Angeboten der Einrichtungen kommen. Sie unterstützt sie dabei, sich beruflich und sozial zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Das Konzept des Kreises dazu sei gut, heißt es in der Antwort der Landrätin. Dennoch sei der Antrag auf Förderung der aufsuchenden Jugendsozialarbeit durch ein Bundesprogramm erfolglos gewesen. Den Antrag beim Land, die aufsuchende Jugendsozialarbeit im Kreis zu fördern, habe die Landrätin zurückziehen müssen. Der Kreis könne aufgrund seiner angespannten Haushaltslage seinen Kostenanteil, der für den Erhalt der Landesförderung notwendig sei, nicht aufbringen.

Aufgrund von neuen gesetzlichen Regelungen sehe Landrätin Bettina Dickes jetzt die Möglichkeit, die aufsuchende Jugendsozialarbeit im Westteil des Kreises in modifizierter Form zu starten, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und einem freien Träger der Jugendhilfe. Was dazu aber konkret und zu welchem Zeitpunkt unternommen werden solle, bleibe in der Antwort offen, so Bögner.

Die GRÜNEN im Kreistag hoffen, dass sich bald etwas bewegt. Die jungen Menschen im Westteil des Kreises bräuchten ebenfalls professionelle Unterstützung, wenn sie sich in schwierigen Lebenslagen befänden. „Auch sie müssen die Chance haben, für sich Perspektiven zu entwickeln, beispielsweise den Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder in eine Arbeit zu meistern“, unterstreicht Michaela Bögner.

Die beiden Jobfüxe im Landkreis seien den Schulstandorten der Realschule plus Bad Kreuznach und der IGS in Bad Kreuznach sowie der Realsschule plus Wallhausen und Waldböckelheim in der VG Rüdesheim zugeordnet. Der Jugendscout sei in der Stadt und dem Landkreis tätig, schreibt die Landrätin. Zwischen 3 und 4 Prozent betrage die Zahl der Arbeitssuchenden unter 25 Jahren, die Grundsicherung erhielten, im gesamten Landkreis. In der Stadt Kirn seien es zwischen 15 und 18 Prozent.

“Aufsuchende Jugendsozialarbeit kann dabei helfen, diese Lage zu verbessern. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung einer Region wird von Menschen getragen, die für sich berufliche und persönliche Perspektiven eröffnen können. Manche jungen Menschen brauchen dabei Unterstützung durch aufsuchende Jugendsozialarbeit. Deshalb ist sie gerade auch für den Westteil des Kreises wichtig“, erklärt Michaela Bögner.

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